Die 10 subversivsten Filme

1.) Themroc

Der Anarchisten-Klassiker, mit Polizist am Spieß

2.) Fight Club

It’s only after you’ve lost Anything that you’re free to do anything

3.) V wie Vendetta

„Ein Volk sollte keine Angst vor der Regierung haben, sondern eine Regierung angst vor ihrem Volke“. nie waren anarchistische Kalenderweisheiten wertvoller als in Zeiten von Ocupy Wall Street)

4.) Ghost of the Civil Dead

Mit Gefängnissen schafft sich der Staat die Legitimation für sein Gewaltmonopol. Stellte schon Timothy Leary fest

5.) Videodrome

Fernsehen ist Gehirnwäsche

6.) Harold and Maude

Wer sagt, dass Anarchismus keinen Spaß bringen kann

7.) Matrix – Die Trilogie

Der Mensch wird nur noch gebraucht um eine gnadenlose Maschinerie am Leben zu halten, und selbst die Revolutionäre werden nur Stabilisierung der Unterdrückungsmaschinerie gebraucht, traurig aber wahr

8.) They Live

Auch wenn das Ende doofes Hollywood-Kino ist, ist es eine Schöne Abrechnung mit der Reagen-Ära, die durch die Finanzkrise neue Aktualität erhält

9.) The Hills have Eyes

10.) Meet the Feebles

Wenn Showbusiness noch Showbusiness wäre

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Persönliche Top 10 der Filme die noch einer DVD-Veröffentlichung harren (von Blue ray ganz zu schweigen):

1. ‚Videodrome‘ von David Cronenberg (Einer der düstersten Filme aller Zeiten). Leider ist die Criterion-BluRay Regionalcode gechützt :-(
2. ‚Jesus von Montreal‘ die etwas andere Passionsgeschichte von Denys Arcand
3. ‚The Ressurrected‘ von Dan o‘ Bannon (die bislang beste Verfilmung einer Lovecraft-Geschichte) gibt es leider nur als beschissene 4:3 US-DVD
4. ‚Crackers‘ von Louis Malle (Entzückendes Remake von ‚Diebe habens schwer‘)
5. ‚The Return of Captain Invincible‘ Alan Arkin als von McCarthy geschaßter Superheld, der sich dem Suff ergibt und zwanzig jahre später die Welt retten soll.
6. ‚Die Chorknaben‘ von Robert Aldrich
7. ‚Street of no Return‘ der letzte Film von Samuel Fuller
8. „Abenteur in Rio“ der TV-Wiederholungsklassiker mit Belmondo
9. ‚Der Mann mit zwei Gehirnen‘ mit Steve Martin (gab’s 2006 mal kurzzeitig, ist aber inzwischen vergriffen :-()
10. ‚Phase IV‘ Ameisenhorror auf wissenschaftlichem Niveau

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Fragwürdige Klassiker Part I:

Oh man habe gerade mal wieder in den Terminator 2 reingeschaut. habe mich ja schon damals gefragt was die Leute daran begeisternd fanden.
Soviele logische defizite:
im ersten Teil hies es man hätte keine Waffen in die vergangenheit mitbringen konnen, weil nur organisches durch die Zeitmaschine geht im zweiten teil kommmt ein Roboter komplett aus (flüsssig!)Metall durch die Maschine.
Überhaupt das Konzept des Flüssigmetallroboters! ! ! !
Wie soll das funktionieren? vom Prinzip her müsste sich der Robert ähnlich wie die Zellen vom Ding aus einer anderen Welt in der Carpenter-Fassung verhalten. Jeder Tropfen mit eigener Intelligenz und Steuerung. Anders wäre es zu mindestens nicht zu erklären, das die Tropfen selbstständig wieder in einanderfließen.
KI in einem tropfen Metall. Donnerwetter ! ! !
Dann seine Kleidung. Er kommt aus Flammen gestakst – als silberne Metallfigur- es macht einmal blub und er ist wieder bekleidet. erweder es seine Kleidung aus Flüssigmetall generiert. dann müsste sie in den Flammen gar nicht verschwinden oder es trägt Stoff, dann wären die ganzen Morph-Effekte allerdings der pure Unsinn. (und überhaupt: wenn schon jeder tropfen eine Eigenintelligenz hat: Warum wirft der T1000 nicht einfach einen Teil seines Armes in das Auto, damit sich dieser im Auto in eine Kugel mit zwei meter Stacheln verwandelt. dann wären sicherlich alle menschen in dem Wagen hinüber gewesen und der Auftrag ausgeführt.

James Cameron versteht es wahrlich mit gigantischen Budgets über Hanebüchene Geschichten hinwegzublenden. Ich glaub ich bin altmodisch und sehe mir lieber den Smaragdwald als Avatar an. Da hat John Boorman schon in den 80ern die gleiche Geschichte für einen Bruchteil des Budgets in einer realen Natur gedreht, die kaum weniger Atemberaubend ist.

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Persönliche Top 5 Lieblings-Filmsongs:

1.) If you want to Sing out Sing Out (Harold And Maude)
2.) Mad World (Donnie Darko)
3.) Spybreak (Matrix)
4.) Everybody’s gotta learn Somtimes (Ethernal Sunshine on a Spotless Mind)
5.) Rock and Roll Queen (RocknRolla)

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DVD-Sammlung Online

http://www.invelos.com/DVDCollection.aspx/Superlutz

Für die Vorauswahl, für die gemütlichen DVD-Abend gibt es die Sammlung nun auch Online.

Viel Spaß beim Stöbern

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Lieblingsfilme Part I: „Die Abenteuer des Baron Münchhausen“ von Terry Gilliam

Dies ist der dritte Teil von Terry Gilliams informeller Fantasie-Trilogie, welche nach Time Bandits und Brazil hier einen überzeugenden Abschluss fand. Wer „The Hamster Factor“ auf der 12 Monkeys-DVD gesehen hat, kann verstehen das dieser Film Verleih und Produzenten fast den Verstand gekostet hat, aber selten wurde ein zu damaligen Verhältnissen astronomisches Budget von 46 Millionen Dollar, in einem Fantasievolleren Film verpulvert. Wie bei den meisten Terry Gilliam Filmen wirkt er beim ersten mal zu Lang, weil die klassische 3 Akt Struktur, nicht auf den ersten Blick offensichtlich ist. Irgendwann fragt man sich wo soll das das jetzt noch hingehen? Aber wie bei den meisten Gilliam-Filmen gewinnt der Film auch bei jedem Sehen. Ich habe noch nach dem 6. Mal wunderbare Details entdeckt und der Film wird von Mal zu mal kurzweiliger.

Während es in Time Bandits darum ging wie ein kleiner Junge von seinen wilden Phantasien getrieben wurden, es in Brazil darum ging wie sich ein erwachsener Mann mit seiner Fantasie aus einer unerträglichen Realität flüchtet, so behandelt Münchhausen das Thema, wie ein alter Mann seine Phantasie nutzt um um sich die Welt nach seinen Bedürfnissen zu gestalten. Und wer sollte dazu besser geeignet sein als der altbekannte Lügenbaron.

Eingeschlossen in einer von den Türken belagerten Stadt beginnt Baron Münchhausen eine Reise durch die altbekannten Lügengeschichten. Getrieben von einem kleinen Mädchen, dass ihn nicht zur Ruhe kommen lässt, bevor er seine Aufgabe die Stadt zu retten nicht erfüllt hat.

Sarah Polleys erste Rolle ist übrigens einer der Gründe weswegen die Originalfassung der ansonsten außerordentlich guten Synchronfassung vorzuziehen ist. Wer sich beklagt das dieses Kind nervt, sollte sich davon überzeugen, das die im englischen einen ganz entzückenden Motor für das Voranschreiten der Geschichte liefert. Nebenbei bemerkt ist es auch sehr unterhaltsam auf wie viele verschiedene Weisen Engländer und Amerikaner den Namen Münchhausen verhunzen können. Ich Liebe Jonathan Prices „Ah, the real Baron Munchhuusen.“.

Terry Gilliam weiß die altbekannten Geschichten immer mit einem Augenzwinkern zu variieren, so das zu keiner Sekunde das Gefühl aufkommt man würde die Geschichte bereits aus der Hans Albers-Verfilmung kennen.

Und zum Streit ob die Hans Albers Version nun vorzuziehen sei, diagnostizierte Gilliam einmal sehr treffend: Die alte Verfilmung wirke als wollte Deutschland beweisen, dass es auch einen Zweifrontenkrieg führen und trotzdem einen großen Fantasy-Filme produzieren kann. Ziemlich schwer.

Terry Gilliam widmete diesen Filme seiner Frau und ihren beiden Töchtern, und seinem Sohn und ich muss sagen, offensichtlich nimmt er seine Kinder sehr Ernst. Die Belagerung der Stadt mag in ihrer Authentizität manchem nicht
Kindgerecht erscheinen, aber sie bildet die Grundlage für eine fantastische leichtfüßige Geschichte die mit dem notwendigen Augenzwinkern erzählt wird, welches die Geschichte um den größten Lügner aller Zeiten auch braucht um nicht altbacken zu wirken.

Münchhausen war zwar ein finanzielles Desaster, nachdem der Verleih auch einen angemessen Vertrieb verweigert hat, aber er war Terry Gilliams Emanzipation von Monty Python. Zwar pflegt er diese Wurzeln mit Ideen wie der Sklaven-Orgel, aber nie gewinnen sie die Oberhand über die Geschichte.

Man merkt, ich liebe diesen Film auch nach dem 10. Mal.

Der Trailer auf YouTube

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Lieblingsfilme Part II: „Se7en“ von David Fincher

Als David Fincher sein Spielfilmdebüt Alien3 (USA 1992) vorlegte, spotteten einige Kritiker, dass der ehemalige  Musikvideo-Regisseur mit einer Spielfilmproduktion hoffnunglos überfordert gewesen wäre – das Alien sei halt kein Popstar. Doch diese Einschätzung änderte sich schlagartig, als Fincher mit Se7en (USA 1995) einen der verstörendsten und stilprägendsten Hollywoodfilm der 90er Jahre schuf.

Kurzinhalt

In einer namenlosen amerikanischen Großstadt tritt Detective David Mills seinen ersten Arbeitstag an, um den alternden, desillusionierten Kollegen William Somerset abzulösen. Ihr erster gemeinsamer Fall konfrontiert sie mit einem Serienkiller, der auf grausame Art und Weise nach den Motiven der biblischen sieben Todsünden mordet. John Doe, wie er sich selbst nennt, ist methodisch, präzise und geduldig. Fast tatenlos muss die Polizei mit ansehen, wie der Mörder seinen grausigen Plan in die Tat umsetzt. Umso größer ist die Verwunderung der Detectives, als sich John Doe nach dem fünften Mord freiwillig stellt. Er bietet ihnen an, ein vollständiges Schuldbekenntnis zu unterschreiben, wenn Mills und Somerset ihn zu den letzten beiden Opfern begleiten. Die Detectives stimmen zu. Und werden so zu Auftragsgehilfen des Serienmörders. Als die Polizisten das Ausmaß und die Perfidie des Plans durchschauen, ist es zu spät: John Does Rechnung geht auf.

Mythologische Archetypen und neue Sichtweisen

Was den Film Seven derart verstörend macht, ist seine moralische Grundhaltung, die für den normal sozialisierten Menschen schwer zu akzeptieren ist. Geschickt spielt David Fincher mit den klassischen Archetypen und lockt so den Zuschauer auf falsche Fährten.

Heldenmythos

Der Film beginnt wie ein klassischer Heldenmythos. Es scheint die Initiationsgeschichte des jungen, hitzköpfigen Detectives David Mills zu sein, der zwar nicht mehr ganz unerfahren ist, der aber keine Vorstellung hat, was ihm in der verkommenen Welt bevorsteht. Am Ende seiner Heldenreise soll er sich als adäquater Nachfolger von Detektive William Somerset bewiesen haben. Dieser ist ein lebenserfahrener Routinier, der kurz vor dem Ruhestand steht. Er übernimmt die Rolle des Mentors, des alten, weisen Mannes, dem es auferlegt ist, Mills auf diese Reise vorzubereiten. Der Gegenspieler ist John Doe. Der selbstgerechte psychopathische Killers, dessen Plan gestoppt werden muss, um Mills’ Heldenreise zu vollenden.

In dieser Konstellation wäre dem Film wirklich ein böses Ende zu bescheinigen. Nicht nur, dass Mills bei seiner Heldenreise in allen Punkten versagt. John Doe integriert den Detective auch in seinen Mordplan, so dass Mills zum Schluss eine lange Gefängnisstrafe, wenn nicht sogar die Todesstrafe, erwartet. Folgt man dieser Interpretation, so ist Se7en nicht mehr als ein weiterer – wenngleich stilistisch bemerkenswerter – Serienkillerfilm in der Art von The Silence of the Lambs (USA 1991, Jonathan Demme). Mit der Unterscheidung, dass das Ende einer düsteren Weltsicht angepasst wurde, in der das Böse triumphiert. Diese Erkenntnis beschert dem Zuschauer wahrscheinlich einen depressiven Abend. Moralisch würde der Film jedoch den konventionellen Wertvorstellungen folgen: John Doe ist das personifizierte Böse, dessen Handeln moralisch verurteilt werden kann.

Heilungsmythos

Doch Drehbuch und Film sind innovativer. Fincher inszeniert keinen Heldenmythos sondern einen Heilungsmythos. Detective Somerset ist der von Zweifeln und Verzweiflung geplagte Held, der an der krankhaften Apathie leidet, die ihn umgibt. In den Jahren als Polizist hat ihn diese apathische Umgebung schleichend an sich angepasst. Seine Kraft, dagegen anzukämpfen, ist aufgebraucht.[[i]] Bevor er selbst endgültig der Krankheit verfällt, will er den Dienst quittieren und fortziehen, um vor ihr zu fliehen.

Der Schatten der Geschichte ist die namenlose Stadt mit all ihren abgestumpften Bewohnern. Wie dem Fetischwarenhersteller, der die Anfertigung der bizarren Mordwaffe für John Doe damit rechtfertig, dass er vermutet habe, Doe sei ein Performance-Künstler. Oder wie Somersets Kollegen, die sich einreden, die Welt sei schon immer so gewesen. Und die es nicht mehr ertragen, dass sich Somerset nicht mit der Oberfläche zufrieden geben, sondern dahinter schauen will. Der Mentor in diesem Heilungsmythos ist David Mills und das Medikament ist: John Doe.[[ii]]

Dramaturgie und Mythos

Auch ein Blick auf das dramaturgische Gerüst des Films stützt diese Interpretation. Folgt man den Regeln von Drehbuch-Guru Syd Field und wendet dessen Dramaturgieschema mit Plotpoint 1 und 2 auf Seven an, funktioniert die Geschichte nicht, wenn man sie als Heldenmythos begreifen will: David Mills erfährt keine Plotpoints, durch die sich die Geschichte für ihn wandeln würde. Zwar scheint es zeitweilig, dass Mills einen Lernprozess durchläuft, indem er versucht, Somersets Stil nachzueifern. Doch Mills tut dies nicht aus Überzeugung, sondern, um sich vor seinem älteren Kollegen keine Blöße zu geben. Offenkundig wird dies, als Mills Sekundärliteratur zu den von Somerset empfohlenen Büchern liest, was mit einem Fluchanfall[[iii]] endet. Mills übernimmt kein Charaktermerkmal seines Mentors, und es gibt im ganzen Film lediglich eine Situation, in der die beiden einer Meinung sind.[[iv]]

Folgt man hingegen der Idee vom Heilungsmythos, so eröffnen sich einem durchaus zwei Plotpoints: Der erste ist die Szene, in der Somerset seinen Vorgesetzten bittet, ihn von dem Fall abzuziehen. Sein Blick für Details sagt ihm bereits nach dem ersten Mord, dass dies nicht sein letzter Fall werden würde. Der zweite Plotpoint ist jene Szene, in der sich Somerset nach einem Streitgespräch mit Mills doch dazu entscheidet, den Fall abzuschließen, bevor er in den Ruhestand tritt.

Moralisches Dilemma

In der Heilungsmythos-Variante bekommt auch Somersets Schlusssatz[[v]] eine neue Dimension. Der optimistische Tenor ist nun nicht mehr als ein Zugeständnis an das schockierte Publikum zu verstehen. Vielmehr bestätigt er die Prophezeiung von John Doe[[vi]]. Der hat nicht nur sein Werk vollendet. Das Werk erfüllt auch noch einen Zweck. Doe wird somit zum Antihelden: Er handelt zwar nicht in einer Weise, die vom Publikum als moralisch korrekt empfunden wird. Doch er nimmt ohne Rücksicht auf die persönlichen Konsequenzen den Kampf gegen die Verkommenheit der Welt auf.[[vii]]

Hier liegt das moralische Problem: Wie kann ein Film durch die Vollendung einer Serie brutaler Morde an –  zumindestens im juristischen Sinn – unschuldigen Menschen zu einem Happy-End führen? Genau das nämlich drückt Somerset aus, wenn er am Ende konstatiert: „Ich bin geheilt. Ich habe meine Lethargie überwunden, werde mich nicht mehr mit Selbsthypnose in den Schlaf schaukeln und bin bereit, um diese Welt zu kämpfen.” Denn, so brachte es der Kulturanarchist John Cage einst auf den Punkt, „there is no reason for anything but optimism.”[[viii]]

David Fincher zeigt sehr schön, das Optimismus nichts mit einer „rosaroten Brille“ oder Naivität zu tun hat. Optimismus ist die Grundlage, um den Kampf für eine bessere Welt aufzunehmen. Egal, wie düster und deprimierend Finchers Filme auf den ersten Blick auch wirken mögen. Sie gehen davon aus, dass der Einzelne die Welt durchaus verändern kann. Fincher hegt dabei Sympathien für die radikalen Außenseiter, die bereit sind, rückhaltlos für eine bessere Welt zu kämpfen. Sei es Sean Penn der das Leben seines Bruders von Nicholas Van Orton in The Game (1997) auf den Kopf stellt, um ihn vor dem Schicksal seines Vaters zu bewahren, sei es Tyler Durdon, der in Fight Club (1999) seine durch einen zynischen Job produzierte Schlafloskeit, nicht mehr durch Selbstbetrug sondern durch einen Kampf für eine Bessere Welt beseitigt, und damit Finchers bisherigen Höhepunkt gefunden hat. Auch wenn die unmoralischen Antihelden wie John Doe und Tyler Durdon letztlich sterben – sie vollenden Ihr Werk, und die Welt wird nicht mehr dieselbe sein.

Der Trailer auf YouTube

Se7en (Sieben) Filmplakat

Das Filmplakat von se7en



[i] William Somerset: I just don’t think I can continue to live in a place that embraces and nurtures apathy as if it was virtue.
David Mills: You’re no different. You’re no better.
William Somerset: I didn’t say I was different or better. I’m not. Hell, I sympathize; I sympathize completely. Apathy is the solution. I mean, it’s easier to lose yourself in drugs than it is to cope with life. It’s easier to steal what you want than it is to earn it. It’s easier to beat a child than it is to raise it. Hell, love costs: it takes effort and work.

[ii] Beispiele aus der Filmgeschichte stützen diese Deutung. In Meet John Doe (USA 1941, Frank Capra) schreibt eine von der Arbeitslosigkeit bedrohte Reporterin (Barbara Stanwyck) unter dem Pseudonym John Doe einen Brief, in dem dieser John Doe ankündigt er würde sich aus Protest gegen eine unmenschliche Gesellschaft das Leben nehmen. Als dieser die Nation im Herzen trifft, engagiert sie einen Niemand (Gary Cooper), der die Rolle des John Doe spielen soll. Sie will die Story so weiter ausschlachten. Doch es entsteht eine wahre Bewegung der Menschlichkeit, und schließlich nimmt John Doe seine Rolle ernster als gewünscht.

[iii] David Mills: Fuckin‘ Dante… poetry-writing faggot! Piece of shit, motherfucker!

[iv] I. e., als sich John Doe stellt, und Mills und Somerset nicht glauben mögen, dass nun alles vorbei ist.

[v] William Somerset: Ernest Hemingway once wrote: “The world is a fine place and worth fighting for.” I agree with the second part.

[vi] John Doe: We see a deadly sin on every street corner, in every home, and we tolerate it. We tolerate it because it’s common, it’s trival. We tolerate it morning, noon, and night. Well, not anymore. I’m setting the example. And what I’ve done is going to be puzzled over, and studied, and followed… forever.

[vii] Dies ist nicht zu verwechseln mit jenen selbstgerechten Schatten, für die der Zweck die Mittel heiligt. Denn solche Schatten werden im Mythos in der Regel vom Helden gestoppt. Im Gegensatz dazu ist John Doe moralisch integer: Er kehrt auch seine eigenen Sünden gegen sich und opfert sein Leben, um den Leuten die Augen zu öffnen.

[viii] Auch wenn John Doe mit seiner ersten Botschaft Recht hat: „Lang und beschwerlich ist der Weg, der in das Licht führt aus der Hölle.”

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Wilkommen bei Cinemaniacs

Schön, dass sie sich hierher verirrt haben. dies ist meine zweite Blogseite, und während sich die Erste mit dem Thema Vaterschaft und Vaterrolle beschäftigt. Bietet diese hier Platz für meine zweite große Leidenschaft neben meinen Kindern.

Film und das Gemeinschaftserlebnis Kino.

Das Kino hat mich Zeitlebens begleitet, und ich bin meinen Eltern sehr dankbar, das sie mir diese Leidenschaft mit in die Wiege gelegt haben. Alleine in meiner Phase zwischen meinem 10 und 14 Lebensjahr habe ich vermutlich mehr Filme im Kino gesehen, als die meisten Menschen Zeit ihres Lebens. Statt Hausaufgaben zu machen schlich ich mich ins Kino und irgendwann kannte Man die Leute an der Kinokasse und sie ließen mich auch so ins Kino. bedauerlich, das die Kinolandschaft in Hamburg inzwischen so ausgedünnt ist, aber ich trage dazu ja auch meinen Beitrag bei. Indem ich heute Mein Geld in mein Heimkino stecke, und mit Blu-Ray und Home Cinema-Equipment eine bessere Projektion habe, als die meisten Schachtelkinos meiner Jugend, die im Kampf gegen die Übermacht des Fernsehen, jede Besenkammer zum Kino umfunktionierten. Was soll’s, auf der anderen Seite kann man für das Geld eines Familienbesuchs im Kino auch in die Oper oder auf den Dom gehen. die Dimensionen haben sich hier etwas zu sehr zum Kommerzerlebnis verschoben, weshalb ich lieber die kleineren Kinos bevorzuge, die unsere Unterstützung viel mehr benötigen. In Hamburg sind das Kinos wie das Abaton, das 3001, das Metropolis oder das Alabama-Kino, denn hier gibt es oft noch Filme zu sehen, auf deren Blu-ray Veröffentlichung der Filmfreund wahrscheinlich noch ewig wartet.

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